Die Online-Datenbank zu den Besitzungen von Deutschem Orden, Johannitern und Templern hat in den letzten Wochen ein umfassendes Update erhalten. Es ist mehr als ein neuer Anstrich: Suche, Karte und Startseite wurden funktional deutlich erweitert.
Vier Kartenhintergründe statt einem
Bisher gab es genau eine feste Kartenansicht. Jetzt kann man zwischen vier Grundkarten wechseln: der gewohnten Atlas-Ansicht, einer reduzierten Kontur-Karte mit Küstenlinien, Flüssen und Grenzverläufen zur Orientierung, einer klassischen Straßenkarte und einer topografischen Karte. Je nach Fragestellung eignet sich die eine oder die andere besser.
Die Karte reagiert jetzt auf die Auswahl
Filtert man nach Orden oder nach Standorttyp, blendet die Karte die übrigen Marker direkt aus. Wählt man einen Treffer aus der Suche, fliegt die Karte automatisch zur passenden Stelle. Von der Detailansicht einer Besitzung kann man sich diese nun auch direkt auf der Karte anzeigen lassen.
Mehrfach-Besitzungen werden jetzt sichtbar
Wechselte eine Besitzung im Laufe ihrer Geschichte den Orden, etwa weil ein Templer-Besitz nach der Auflösung 1312 an die Johanniter überging, lagen bislang zwei Einträge exakt übereinander auf der Karte, sichtbar war aber immer nur einer davon. Solche Fälle erhalten jetzt einen eigenen, zweifarbig geteilten Marker, der die beteiligten Orden direkt erkennbar macht. Ein Blick auf die Karte zeigt damit erstmals auch, wo sich die Besitzverhältnisse tatsächlich überschnitten haben. Auch die übrigen Kartensymbole wurden überarbeitet, Kommendensitze und einzelne Besitzungen sind jetzt klarer unterscheidbar.
Karte exportieren, auch als Zeitverlauf
Die neue Kartenansicht lässt sich nun als Bild exportieren, mit Titel, aktueller Auswahl, Legende, Maßstab und Quellenangabe, passend zum gewählten Kartenausschnitt. Neu ist außerdem ein animiertes GIF: Wer den historischen Zeitfilter nutzt, kann sich die Entwicklung der Besitzungen über einen frei wählbaren Zeitraum automatisch als kleinen Film erzeugen lassen.
Neuer historische Zeitfilter
Über den neuen Zeitfilter lässt sich die Karte auf einen Zeitraum zwischen 1100 und 1900 eingrenzen. Eine Verlaufskurve über dem Regler zeigt dabei auf einen Blick, für wie viele Besitzungen überhaupt datierte Angaben vorliegen, so wird die Grenze der Quellenlage selbst sichtbar.
Die Datenbank ist deutlich gewachsen
Seit dem letzten großen Stand ist einiges dazugekommen: Die Zahl der erfassten Standorte ist von 1336 auf 1938 gestiegen, die der Kommenden von 305 auf 497. Ein guter Teil davon kommt aus dem systematischen Abgleich mit der Klosterdatenbank der Germania Sacra, ein weiterer aus intensiver Literaturrecherche zu den Niederlanden sowie zum Badischen Klosterbuch. Allein für das Deutschordenshaus Utrecht wuchs die Zahl der zugeordneten Standorte von 1 auf 70.
Neue Startseite mit Datenbank in Zahlen
Die Startseite zeigt jetzt auf einen Blick, wie umfangreich die Datenbank tatsächlich ist: erfasste Standorte, dokumentierte Kommenden, Anzahl der Literaturtitel und die Verteilung auf die drei Orden als Diagramm. Dazu ein neuer, aufklappbarer Überblick, der kurz erklärt, wer Deutscher Orden, Johanniter und Templer historisch waren und was von ihnen bis heute besteht.
Übersichtlichere Trefferliste
Die Ergebnisse der Detailsuche lassen sich jetzt einzeln auf- und zuklappen, sodass man deutlich schneller durch viele Treffer scannen kann, statt lange Einträge einzeln durchscrollen zu müssen.
Jetzt auch unterwegs gut nutzbar
Die gesamte Anwendung wurde für die Nutzung auf dem Smartphone überarbeitet. Auf der Karte nimmt die Ansicht jetzt den vollen Bildschirm ein, Filter und Standortsuche liegen als schmale, ausfahrbare Schublade darüber, statt dauerhaft Platz zu beanspruchen. Auch Startseite, Suche und Trefferliste passen sich jetzt deutlich sauberer an kleine Bildschirme an.
Auch das Portal wurde überarbeitet
Auch unser Portal „Forschung Deutscher Orden“ hat ein neues Design bekommen: eine Portal-Startseite mit direktem Einstieg zu Datenbanken und Blog statt langer Textblöcke, eine feste Menüleiste statt Hamburger-Menü, und ein optisch überarbeiteter Blog mit Bildkarten auch auf den Autorenseiten.
Viel davon sieht man erst, wenn man selbst in der Karte stöbert. Schauen Sie gerne vorbei!
Text: B. Weigand






