In der Ballei Thüringen begannen die Auseinandersetzungen bereits 1523 in Mühlhausen. Hier hatte der Orden das Recht, beide Pfarreien, in Alt- und Neustadt, mit Priestern zu besetzen. Im Streit zwischen Komtur und Bürgern über die Besetzung von Priesterstellen setzten die Bürger kurzerhand selbst einen beweibten verlaufen mönch ein. In Predigten lud sich die Stimmung auf,… Weiterlesen
In der Mitte des Heiligen Römischen Reiches war Franken die größte und reichste Region des Deutschen Ordens. Die Ordenskommenden unterstanden teilweise als „Kammerbesitz“ direkt dem Deutschmeister, teilweise gehörten sie der Ballei Franken unter der Führung des Landkomturs an. Das spielte für die Bauern vermutlich keine Rolle, als sie die Niederlassungen – nicht alle – überfielen…. Weiterlesen
Als 1525 in mehreren Regionen des Heiligen Römischen Reiches Aufstände gegen die Obrigkeit losbrachen, war auch der Deutsche Orden betroffen. Doch was war das überhaupt, der „Deutsche Orden“? Diese 1190/1198 gegründete Gemeinschaft bestand 1525 bereits seit über drei Jahrhunderten. Der Ursprung des Ordens geht auf ein während des Dritten Kreuzzuges gegründetes Spital zurück, das die… Weiterlesen
Zu den drängenden Glaubensfragen der Zeit gesellte sich schon lange vor dem Ausbruch des Bauernkrieges eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation der Bauern, die nun durch Missernten zusätzlich verschärfte wurde. So litten die Bauern unter einer großen finanziellen Belastung durch die Landesherren, die sich vor allem durch hohe Abgabenlasten und einer Vielzahl von zu zahlenden Steuern… Weiterlesen
Der Bauernkrieg fiel 1525 in das Zeitalter der Reformation. Die Reformation setzte dem ‚alten Glauben‘ etwas radikal Neues entgegen. Die Religiosität am Ende des Mittelalters war geprägt durch Heiligen- und Reliquienverehrung, bunte und reich ausgestattete Kirchen, Wallfahrten und eine intensive Frömmigkeit. Reformatoren wie Martin Luther beriefen sich nur auf die Heilige Schrift und brachten Veränderungen,… Weiterlesen